Armutszeugnis

Warum haben Wenige so viel und Viele so wenig? Soziale Ungleichheit ist kein Betriebsunfall, sondern Voraussetzung und Resultat «unserer» Wirtschaftsweise und Nährboden für Faschismus und völkisches Denken. Ein Armutszeugnis, denn: Theoretisch wäre genug für alle da. Monatlich diskutieren Eva Völpel und Sabine Nuss mit Expert*innen über die Verteilungskrise. «Armutszeugnis» ist der neue Wirtschaftspodcast der Rosa-Luxemburg Stiftung.

Armutszeugnis

Neueste Episoden

#30 Vergesellschaftung: Wie funktioniert das feministisch?

#30 Vergesellschaftung: Wie funktioniert das feministisch?

69m 59s

Was können wir gegen die Sorgekrise und die gewaltvollen Geschlechterverhältnisse im Kapitalismus tun? Wie verhindern wir, dass sich die gesellschaftlichen Strukturen, die diese Konflikte hervorbringen, ständig wieder neu herstellen? Manche sagen: Feministisch vergesellschaften!

Doch was genau steckt hinter dem Ansatz und warum könnte die Strategie des feministischen Vergesellschaftens eine Brücke schlagen zwischen verschiedenen Generationen und Spektren linker, feministischer Akteur*innen? Wie können Projekte des feministischen Vergesellschaftens schon im Hier und Jetzt ausbuchstabiert werden?

Darüber sprechen wir in unserer neuen Folge mit Barbara Fried. Sie ist Referentin für klassenpolitischen Feminismus und sozialistische Transformation in der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org

#29 Armut auf dem Land: Zwischen Landlust und Landfrust

#29 Armut auf dem Land: Zwischen Landlust und Landfrust

75m 50s

Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt auf dem Land. Trotzdem kommt deren Lebensrealität wenig vor im öffentlichen Diskurs. Dabei zeigt sich in einigen Landkreisen ein drastischer ökonomischer Niedergang. Es sind abgehängte Regionen. Armut gilt hier nicht nur als Tabu, sie wird von den kommunalen Behörden nurmehr verwaltet, tendenziell sogar eher verfestigt, als bekämpft. Das hat fatale Konsequenzen, für die Betroffenen, aber auch für die Demokratie.

In dieser Folge sprechen wir mit der Soziologin Tine Haubner über die Ursachen dieser Entwicklung. Wir sprechen mit ihr über das Spannungsverhältnis von Landfrust und Landlust, über Elendsverwaltung, über Armutsdeutungen und Angstscham,...

#28 Menschen mit Behinderung: Zurück ins Heim?

#28 Menschen mit Behinderung: Zurück ins Heim?

61m 28s

Die Bundesregierung plant den größten Angriff auf den Sozialstaat seit der rot-grünen Agenda 2010. Auch die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung ist im Visier. Sogar das individuelle Recht auf ein selbstbestimmtes Leben steht auf der Kippe, ein Recht, das von Betroffenen hart erkämpft wurde. In der aktuellen Folge schauen wir uns an, was die Bundesregierung plant und werfen einen Blick nach Berlin. Dort hat in den letzten Monaten eine solidarische Bewegung wichtige Verbesserungen in der Eingliederungshilfe erstritten, unter anderem mithilfe einer Besetzung der Berliner Senatsverwaltung für Soziales. Doch unter anderem solche Erfolge auf Stadt- bzw. Länderebene stellt die Bundesregierung nun...

#27: Klassengesellschaft: Wie spaltet uns die Lohnarbeit? | Mit Nicole Mayer-Ahuja

#27: Klassengesellschaft: Wie spaltet uns die Lohnarbeit? | Mit Nicole Mayer-Ahuja

88m 15s

Über „die Arbeiterklasse“ zu reden, gilt vielen als überholt. Andere sind zwar der Meinung, dass es solch eine Klasse noch gibt, aber wer alles dazu gehört, ist umstritten. Sind es vornehmlich Beschäftigte in der Industrie, vor allem der Arbeiter im Blaumann? Oder ist die Arbeiterklasse nicht viel ausdifferenzierter und diverser? Und wenn das so ist: Was aber eint alle Mitglieder der Arbeiterklasse und unterscheidet sie von denen „da oben“?

Die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja legt mit ihrem neuesten Buch „Klassengesellschaft akut: Warum Lohnarbeit spaltet – und wie es anders gehen kann“ eine klärende Intervention vor. Die arbeitende Klasse ist demnach alles...